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Meeting in Sweden
Some impressions and a report of Matthias Weber, pupil of the "Gymnasium Am Turmhof" Mechernich:


Eine Reise nach SchwedenIn unserer Schule entwickelte sich
im letzten Jahr eine Gruppe, die gefördert von der EU mit europäischen
Nachbarländern korrespondiert, Reisen und Projekte durchführte, um das
Verständnis und die Offenheit in Europa zu verstärken. Da mich die Idee
des Ganzen ansprach und ich mir eine Erweiterung meines Horizonts
erhoffte, meldete ich mich an und stieg voll Begeisterung in das
Projekt ein. Eines der ersten Projekte war eine Reise nach Schweden, an der zwei Lehrer und zwei Schüler teilnehmen durften. „Wann
kommt man schon nach Schweden?“, fragte ich mich und meldete mich
direkt. Da sich nur wenige Schüler für diese Reise meldeten, durften
Mark Jackels, Frau Ketelhodt, Frau Albrecht und ich nach Schweden
fliegen. Die Sache war geklärt, die Flüge gebucht. So musste nur noch
gepackt werden und bald war der Tag gekommen, an dem wir mit einem
Schuttlebus zum Flughafen in Frankfurt-Hahn fuhren. Der Flug
verlief gut und abends standen wir auf der Asphaltfläche eines kleinen
Flughafens in Schweden. Es dunkelte bereits und was uns nun erwartete
wussten wir nicht. Das erste Problem stellte sich uns direkt vor
dem Flughafen: Welchen Bus sollten wir nehmen und wo müssen wir
umsteigen. Gott sei Dank trafen wir die polnischen Schüler und Lehrer,
mit denen wir uns dann zusammen auf die Suche machen konnten.
Internationale Kooperation war also von Anfang an gefragt. So
fuhren wir im Bus durch Schweden, ein Land, welches ganz anders ist
also Deutschland: Fichtenwälder zusammen mit weiten Wiesen, die von
durch den Regen rundgewaschenen Felsen unterbrochen werden. Irgendwann
kamen wir ans Meer. Wir Fuhren über Brücken und verloren bald die
Orientierung. Als wir ankamen, sah ich das Meer. Ich wusste dass ich in
einem Küstenstädtchen gelandet war, das war aber auch alles. Erst zwei Tage später erfuhr ich, dass ich auf einer Insel war. Nun
gingen wir in unsere Gastfamilien. Ich kam in eine nette Familie, die
einen Bauernhof unterhielt. Mein Austauschschüler, Billy, war beredsam
und nett. Wir verstanden uns von Anfang an. Am nächsten Tag trafen
wir uns früh an einer Fähre, die uns im Regen auf eine benachbarte
kleine Insel brachte, auf der wir kurz wanderten. Kurz war die
Wanderung aufgrund des nicht nachlassenden Regens. Trotzdem bekamen
alle Schüler und Lehrer der Gruppe, die nun aus 5 verschiedenen
europäischen Ländern kamen einen repräsentativen Eindruck von der
Schönheit der Natur Schwedens. Darauf folgte ein Mittagessen in der Schulkantine, wo man sich in Gesprächen kennenlernte. Die
Schule bekamen wir dann am nächsten Tag zu Gesicht: Sie ist ein
flacher, weiter Gebäudekomplex, in dem sehr viele fachspezifische Räume
sind. Auch handwerkliche Fächer, sowie Kochen und Kunst werden hier
unterrichtet. Ein besonderer Höhepunkt war eine Art schwedische
Weihnachtsfeier, die wir am Abend feierten. Die Schwedischen Schüler
verkleideten sich und sangen. Kekse wurden gegessen, die alle
ausländischen Besucher voll von der schwedischen Backkunst überzeugten
und weitere Kontakte wurden geknüpft. Am nächsten Tag besuchten
wir ein Museum, bei dem wir auf interaktive Weise expressionistische
Kunstwerke deutscher Maler kennenlernten. Die Ironie besteht darin,
dass wir als deutsche Schüler nach Schweden fahren, um deutsche Kunst
kennenzulernen. Danach verabredeten wir uns alle bei Billy, wo wir
einen Film guckten, Musik hörten und noch viele andere Albernheiten
machten. Die Gruppe hatte sich gefunden. Wir trafen uns häufig außerhalb des Programms und machten sogar Musik zusammen. In
Göteborg hatten wir Zeit uns die Stadt anzugucken. Wir gingen zusammen
in den Pizza-Hut, wo wir ein Wettessen veranstalteten, in welchem wir
Max, einem gestandenen Schweden haushoch unterlagen. Er war einfach
besser trainiert, hatte seinen Magen aufgedehnt und vorher in Askese
gelebt. Nach solchen zusammenschweißenden Erlebnissen viel der
Abschied natürlich schwer. Bepackt mit schwedischen Spezialitäten und
netten Abschiedsgrüßen machten wir uns traurig Richtung Flughafen auf.
Wir hatten viel erlebt und viele Kontakte geknüpft, welche wir durch
eine von mir erstellte Email-Liste aufrecht erhalten wollten. Diese
Kontakte bestehen immer noch, man tauscht sich aus, redet über die
Aktivitäten der verschiedenen Comeniusgruppen und lernt auf diese Weise
oft Dinge über die anderen Kulturen, die man vorher nicht wusste. Ich finde, das Comenius Projekt hat sein Ziel erreicht. Solche Treffen verbinden Kulturen und erweitern den Horizont. Für mich war es eine sehr schöne Reise, auf der ich viel gelernt habe. (Matthias Weber)


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